• Annemarie Friedrich und Lucien Berrier vor ihrem Unverpackt-Laden in Glauchau. © Janis Müller

    Annemarie Friedrich und Lucien Berrier vor ihrem Unverpackt-Laden in Glauchau. © Janis Müller

  • In die alte Mohren-Apotheke zieht wieder Leben ein. © Janis Müller

    In die alte Mohren-Apotheke zieht wieder Leben ein. © Janis Müller

  • An solchen Glas-Silos kann man sich Lebensmittel abfüllen, hier z.B. Reis. © Janis Müller

    An solchen Glas-Silos kann man sich Lebensmittel abfüllen, hier z.B. Reis. © Janis Müller

Plastikfreies Einkaufen – Unverpackt-Laden in Glauchau geplant

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Ohne Verpackung und plastikfrei einkaufen. Das ist das Konzept vom „Möhrchen“, einem Unverpackt-Laden, der in der Glauchauer Innenstadt entstehen soll. Direkt am Markt gegenüber vom Rathaus soll er in die alte Mohren-Apotheke einziehen. Die Idee hatten die Glauchauer Annemarie Friedrich und Lucien Berrier. „Es hat uns beim Einkaufen genervt, dass der Großteil der Verpackungen zuhause direkt in den Müll wandert. Wir kannten solche Läden schon aus Großstädten. Daraufhin dachten wir: warum nicht in Glauchau?“, so Friedrich.

Eigene Behälter mitbringen, bezahlt wird nur der Inhalt

Im Möhrchen läuft es ähnlich wie früher im Tante-Emma-Laden: Kunden bringen ihre Beutel, Dosen und Gläser mit. Diese werden vor dem Einkauf abgewogen, sodass wirklich nur der Inhalt bezahlt wird. Je nach Bedarf kann man sich dann die benötigte Menge Nudeln, Reis und Co. abfüllen. Neben Lebensmitteln soll es auch Waschmittel, Kosmetik- und Reinigungsartikel geben. Auch ein kleines Freiluft-Café vor dem Laden ist geplant. Zum Glauchauer Stadtfest hatte das „Möhrchen“ schon zwei Tage Testbetrieb. Laut Annemarie Friedrich wurde der Unverpackt-Laden gut angenommen.

Crowdfunding-Aktion soll Ladeneröffnung mitfinanzieren

Um die Eröffnung zu erleichtern, werben die beiden über eine Crowdfunding-Kampagne um Unterstützung. Bis Ende des Monats sollen 15.000 Euro zusammenkommen. Das Geld fließt in neue Waren, eine Kühlvitrine und ein Kassensystem. Aktuell wurden knapp über 2.000 Euro gespendet. Das Besondere beim Crowdfunding: Je nach gespendeter Summe bekommen Unterstützer ein Dankeschön wie z.B. Einkaufsgutscheine oder Mehrweg-Einkaufsbeutel. Wenn es läuft wie geplant, soll der Laden im Oktober seine Türen öffnen.

Die Crowdfunding-Aktion und weitere Infos finden Sie hier.

Audio:

Möhrchen-Besitzerin Annemarie Friedrich im Interview