Pölbitz künftig sicherer vor Hochwasser der Mulde
Nach vier Jahren Bauzeit sind die Flutmauern am Moritzbach in Pölbitz fertig. Sie schützen den Stadtteil und vor allem den Bereich am Brückenplatz künftig bei Hochwasser vor einem Rückstau der Mulde. Am Montagvormittag wurde das Ende der Arbeiten gefeiert.Fünf Millionen Euro haben Land und EU bezahlt. Die Stadt nahm noch einmal 400.000 Euro in die Hand für zusätzliche, mobile Schutzwände, die im Ernstfall aufgebaut werden können. Sie erhöhen die Mauern am Moritzbach um 60 Zentimeter.
Staatssekretär Herbert Wolff sagte, dass es dennoch keine Sicherheit vor jedem denkbaren Extremereignis bieten könne. Es komme daher auch auf weitere Vorsorge jedes Einzelnen an, dazu gehöre ein ausreichender Versicherungsschutz.
Ganz glücklich ist die Stadt jedoch nicht. Zuständig für die Arbeiten am Moritzbach war die Landestalsperrenverwaltung. Sie baute allerdings nicht so, wie es sich die Stadt gewünscht hätte. Das Bachbett wurde so natürlich wie möglich gestaltet, was zur Folge hat, dass sich an verlegten Steinen Sedimente gut ablagern können.
Fürs Sauberhalten ist die Talsperrenverwaltung aber nicht zuständig, das bliebe an Zwickau hängen. Hier gebe es noch Klärungsbedarf, so ein Amtsleiter.