• Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

    Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

Polen verschärft Regeln für Grenzpendler

Zuletzt aktualisiert:

Polen zieht nach und verschärft seine Regelungen angesichts der Corona-Pandemie.  So wie die tschechischen Pendler können ab diesem Freitag (0 Uhr) auch Arbeitskräfte aus Polen nicht mehr ohne weiteres ein- und ausreisen. Wenn sie zurück nach Polen kehren, müssen sie sich zwei Wochen in Quarantäne begeben. Darüber informierte heute das Landratsamt Görlitz. Für tschechische Arbeitspendler gilt die Regelung schon ab morgen (0 Uhr).

Schlag für deutsche Wirtschaft in der Grenzregion

Das wird die Wirtschaft in der Neißeregion hart treffen – und manch eien Betrieb aus der Bahn werfen. Einige Tausend Polen pendeln täglich zur Arbeit nach Deutschland. Ob der kleine Installateur oder Bauunternehmer, ob die Krankenhäuser in Görlitz oder Weißwasser – sie alle brauchen die Arbeitskräfte aus dem Nachbarland.

Zuschüsse für polnische Arbeitskräfte in Krankenhäusern, Pflegediensten und Arztpraxen

Sachsen hat inzwischen Hilfe für Pendler aus Polen signalisiert, die im medizinschen Bereich im Freistaat tätig sind.  Sie sollen - wie auch tschechische Ärzte, Schwestern und Pfleger - einen Zuschuss von je 40 Euro pro Tag gezahlt bekommen, um sich eine Bleibe in Deutschland leisten zu können. Auch Angehörige und Lebenspartner können mit nach Sachsen kommen und erhalten dann jeweils 20 Euro täglich. Dafür hat Sachsen für die kommenden drei Monate zehn Millionen Euro eingeplant.