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Polizei entdeckt über 100 Tiere in Marienthaler Wohnung

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In einem Marienthaler Altbau hat die Polizei einen Fall von falsch verstan­dener Tierliebe entdeckt. In einer Dachge­schoss­woh­nung auf der Guten­berg­straße hatte eine Mieterin offenbar schon seit Monaten insge­samt 52 Kanin­chen und 56 Wellen­sit­tiche gehalten. Beissender Gestank, überall Exkre­mente und jede Menge Fliegen - dieses Bild bot sich den Beamten neben den mehr als Hundert Tieren in der Wohnung. Das Badezimmer der Frau diente den Kanin­chen als Stall, und das Schlaf­zimmer hatte sie als Vogel­vo­liere genutzt. Die Polizei musste schlie­ß­lich die Behörden und den Tierschutz­verein einschalten, denn an eine artge­rechte Haltung der Tiere war in der Dachge­schoss­woh­nung nicht zu denken. Mehr als zwei Stunden waren die Tierschützer damit beschäf­tigt, die zum Teil kranken und stark unter­ernährten Tiere einzu­fangen. Sie wurden bis auf weiteres im Tierheim Vielauer Wald unter­ge­bracht. Außerdem fanden die Helfer zwischen all den Exkre­menten auch einige veren­dete Kanin­chen und Wellen­sit­ti­sche. Die Frau, die von Amtsseiten aus seit 2010 keine Tiere mehr halten darf, wurde in ein Kranken­haus einge­wiesen. Im Tierheim werden die Tiere nun versorgt und aufge­päp­pelt.