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Polizei rechtfertigt Festhalten von krankem Flüchtling in Arnsdorf

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Der Görlitzer Polizei­prä­si­dent hat das Festhalten eines psychisch kranken Flücht­lings durch Bürger in einem Super­markt in Arnsdorf bei Radeberg teilweise gerecht­fer­tigt. „Durch die Erregt­heit des Asylbe­wer­bers war das Festhalten sinnvoll, ich tu mich schwer zu sagen, notwendig“, sagte Conny Stiehl am Donnerstag in Görlitz. Der 21 Jahre alte Iraker war vor gut andert­halb Wochen von vier Männern überwäl­tigt, mit Kabel­bin­dern gefes­selt und an einen Baum gebunden worden, nachdem er Zeugen­aus­sagen zufolge in dem Markt Kunden und Angestellte beläs­tigt und bedroht hatte. Ein Video von dem Vorfall hatte bundes­weit für Empörung gesorgt.Die alarmierten Polizei­be­amten hätten sich in dem Markt über den Sachver­halt infor­miert. „Dabei hat das im späteren Video Gezeigte keine Rolle gespielt. Also mussten wir davon ausgehen, dass das Handeln derje­nigen, die uns geholfen haben, korrekt war“, sagte Stiehl.