Polizei warnt vor übler Nachrede im Elternchat
Die Polizei ermittelt wegen übler Nachrede im Elternchat einer Zwickauer Grundschule. In der WhatsApp-Gruppe – und auch darüber hinaus - war am vergangenen Freitag das Foto eines unbekannten Mannes geteilt worden. In der Bildunterschrift wurde behauptet, der Mann habe versucht, ein Kind an der Schule zu vergewaltigen. Ein Gerücht, wie die Polizei nach derzeitigem Erkenntnisstand am Dienstag mitteilte. Sie warnt vor der Verbreitung solcher Meldungen.
„Strafbar machen sich diejenigen, die es weiterverbreiten: Zum einen wird beim Teilen des Fotos gegen das Recht am eigenen Bild des Abgebildeten verstoßen, zum anderen kann der Abgebildete wegen übler Nachrede gegen die Verbreitenden vorgehen“, so Polizeisprecherin Annekatrin Liebisch. Ersteres könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden, letzteres ebenfalls mit einer Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Haft. „Obendrein kann der Geschädigte zivilrechtlich Schadensersatzansprüche geltend machen.“
Wer einen Straftatverdacht hat, sollte das der Polizei mitteilen und nicht per Social Media.