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Polizei zieht zahlreiche illegale Böller im Erzgebirge aus dem Verkehr

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Kurz vor Silvester hat die Polizei an der deutsch-tschechischen Grenze alle Hände voll mit dem Schmuggel von illegalem Feuerwerk zu tun. Allein am Mittwoch wurden beispielsweise in Johanngeorgenstadt, Bärenstein und Marienberg über 600 verbotene Feuerwerkskörper gefunden, wie die Beamten mitteilten. In Bad Schlema sorgte ein 38-Jähriger für Aufsehen. Ein Anwohner hatte die Polizei alarmiert, nachdem er mehrere Böller losgelassen hatte. Gegen ihn wird ermittelt.

Auch bei der Bundespolizei wurde vermehrt illegales Feuerwerk sichergestellt. So fanden Beamte bei drei Jugendlichen in Olbernhau am Mittwoch u.a. Kugelbomben mit einer Explosivmasse von etwa drei Kilo. Außerdem hatten sie einen Schlagring, ein Messer und vier Elektro-Schocker bei sich, die als Taschenlampe getarnt waren. In Bärenstein wurden drei junge Männer kontrolliert, die 290 Böller bei sich hatten. Sie waren so gefährlich, dass der Entschärfungsdienst der Bundespolizei anrücken musste. Der Sprengstoffgehalt lag bei 5-6 Kilogramm.

Kleinere Knaller dürfen ab 12 Jahren erworben werden. Feuerwerk der Kategorie F2 geht dagegen erst ab 18 Jahren über den Ladentisch. Diese Böller und Raketen dürfen auch nur am 31. Dezember und am 1. Januar gezündet werden. Beim Kauf sollte unbedingt auf das Prüfkennzeichen geachtet werden.