„Possenspiel“ beendet: Kürzinger ersetzt Bader im Jugendbeirat
CDU-Stadtrat Raphael Kürzinger ist in den Zwickauer Jugendbeirat gewählt worden. Er ersetzt damit Julian Bader (AfD), der sein Ausscheiden zuvor selbst beantragt hatte. Im Rathaus wurde am Donnerstag darüber debattiert und abgestimmt.
Als offiziellen Grund für den Rücktritt gab Bader seine berufliche Belastung an. Die habe es ihm nicht weiter ermöglicht, den Verpflichtungen als Mitglied des Jugendbeirats nachzukommen. Im Plenum stieß diese Begründung auf großes Unverständnis. Mehrere Abgeordnete hielten sie für eine fadenscheinige Ausrede, zumal Bader erst vor wenigen Wochen die Wahl angenommen hatte.
Mehrere Abgeordnete aus den Reihen des BSW, der BfZ und der Progressiven Demokraten äußerten sich in ihren Wortmeldungen erzürnt über Baders Verhalten. Sie bezeichneten die ganze Angelegenheit als Bühnenstück, Schmierenkomödie und Possenspiel, das dem Ansehen des Hauses schade. Anne-Kathrin Findeiß (Progressive Demokraten) wählte sogar noch deutlichere Worte: „Wir sind komplett verarscht worden.“
Bader selbst wollte sich nicht zu der Thematik äußern. Stattdessen ergriff sein Parteikollege Wolfgang Elsel das Wort. Laut seiner Aussage „ging es in dieser Thematik nie um Herrn Bader, sondern um die Diskreditierung der AfD“.
Am Ende gab es aber doch Einigung - zumindest was das Abstimmungsergebnis angeht: Für ein Ausscheiden Baders aus dem Jugendbeirat stimmten 40 der 45 Stadträte.
Für Ersatz wurde umgehend gesorgt. Raphael Kürzinger (CDU) stellte sich im Anschluss zur Wahl. Gegen Heiko Richter (fraktionslos) setzte er sich mit 43 zu 2 Stimmen durch.