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Präventionsprojekt der „Pesta“ soll Schule machen

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An der Pestalozzischule in Zwickau wurde am Donnerstagvormittag eine Gerichtsverhandlung nachgestellt. Das Planspiel ist ein Pilotprojekt, das in dieser Form erstmals im Landkreis Zwickau durchgeführt wurde. Um alles so real wie möglich zu gestalten, waren auch Vertreter von Polizei und Gericht mit vor Ort. 

Bei dem fiktiven Prozess ging es um eine Körperverletzung: Ein junger Mann hatte eine junge Frau geschlagen, getreten und verletzt. Die Rollen aller Beteiligten wie Zeugen, Richter, Verteidiger, Staatsanwalt sowie Täter und Opfer haben Schüler und Schülerinnen der Klasse 8a übernommen. „So sollen sie sich in die Opfer hineinversetzen, Zivilcourage lernen und auch wie unser Rechtssystem funktioniert“, sagte Theresa Löffler von der Opferhilfe Sachsen. 

Die Lehrerin der Klasse 8a, Antje Kiesel, war von Anfang an von der Idee begeistert und hofft, dass sich das Projekt etabliert. „Nur ein bisschen mehr Zeit wäre nötig, um die einzelnen Rollen noch besser auszuarbeiten“, so ihr Fazit. Für die Schüler und Schülerinnen, die mitgemacht haben, war es eine „coole“ Erfahrung, die neben dem normalen Unterricht sogar vielen richtig Spaß gemacht hat. 

Geht es nach den Initiatoren, soll das Projekt auf jeden Fall Schule machen.

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