Prozess um toten Säugling - Verteidiger fordert Freispruch
Im Prozess um das tote Baby von Culitzsch hat der Verteidiger der angeklagten Mutter vor dem Landgericht Zwickau auf Freispruch plädiert. Die 33 Jahre alte Frau sei nicht davon ausgegangen, dass der Säugling sterben könnte. Vielmehr habe sie das Kind nach der heimlichen Hausgeburt zu einer Babyklappe bringen wollen. Auch ein fahrlässiges Handeln könne man ihr nicht unterstellen, sagte Rechtsanwalt Michael Windisch in seinem Schlussvortrag am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche fünfeinhalb Jahre Haft wegen Totschlags durch Unterlassen gefordert. Der mehrfachen Mutter wird vorgeworfen, im August 2016 ihr Neugeborenes nicht versorgt und dann auf einer Wiese in Wilkau-Haßlau abgelegt zu haben. Dort war der Leichnam rund zehn Monate später gefunden worden. Das Urteil soll am kommenden Mittwoch gesprochen werden. (dpa)