Prozessbeginn nach Anschlag auf Crimmitschauer Asylheim
Nach einem Brandanschlag auf eine Asyl-Unterkunft in Crimmitschau wird drei Männern ab heute der Prozess gemacht. Angeklagt vorm Landgericht in Zwickau sind die Verdächtigen im Alter von 32 bis 35 Jahren wegen versuchten Mordes. Sie sollen in der Nacht zum 8. November einen Molotow-Cocktail gegen das Haus in der Leipziger Straße geschleudert haben.
Verletzt wurde niemand. Eine Scheibe ging zu Bruch, der Brandsatz erlosch, ohne großen Schaden anzurichten. Viele der 45 Bewohner, darunter 20 Kinder, schliefen zur Tatzeit. Die Polizei war in jener Nacht mit Pfefferspray gegen die zum Teil betrunkenen Nazis vorgegangen.
Der Prozess findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Acht Verhandlungstage sind geplant. Bei einer Verurteilung drohen den Beschuldigten jahrelange Haftstrafen.