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Publikum feiert Preisträger – darunter eine Zwickauerin!

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Als der letzte Ton von Schumanns Klavierkonzert verklang, brach tosender Beifall aus. Das Publikum erhob sich und applaudierte minutenlang, auch noch eine ganze Weile, als alle Preisträger auf der Bühne standen. Damit ging der 19. Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb am Sonntagabend zu Ende. Unter den Gewinnern war erstmals eine Sängerin vom Zwickauer Theater.

Beim wunderschönen Klavierkonzert hatte als Pianist Vincent Ong begeistert. Er war in der Geschichte des Wettbewerbs der erste Teilnehmer aus Malaysia und er gewann ihn! Auf Platz 2 kamen zwei Japaner. Einer von ihnen war Rei Harada – der 18-Jährige spielte beim Abschlusskonzert Drei Fantasiestücke von Robert Schumann in einer beeindruckenden Perfektion und Hingabe.

Beim Gesang der Herren war der 1. Preisträger kein Unbekannter: Der Chinese Zhuohan Sun hatte beim Video-Wettbewerb vor vier Jahren einen Sonderpreis erhalten – jetzt überzeugte er die Jury und gewann in seiner Kategorie. Elisabeth Birgmeier vom Theater Plauen-Zwickau gehörte dagegen zu den Neulingen. Wie sie uns sagte, hatte sie keine großen Erwartungen und erhielt zur eigenen Überraschung den 2. Preis – da in der Kategorie kein 1. Preis vergeben wurde, war sie damit die Siegerin. Die gebürtige Münchnerin ist seit zwei Jahren am hiesigen Theater zu erleben, unter anderem in „Die Fledermaus“ oder „Liebe, Mord und Adelspflichten“.

Zu den Neuerungen der 19. Auflage gehörte die offene Bühne mit einem Flügel auf dem Hauptmarkt. Wie wir von der Oberbürgermeisterin und Kollegen im Rathaus erfahren haben, wurde diese Möglichkeit rege genutzt, oft auch von Teilnehmern des Wettbewerbs. Sie spielten teilweise stundenlang und boten ein tolles Konzert ohne Eintritt.

Audio:

Interview mit Elisabeth Birgmeier