„Puppchen“ und „Blutblase“ neu im Horchmuseum
Das August-Horch-Museum in Zwickau hat seine Dauerausstellung erweitert. Ab Dienstag sind zwei neue Exponate zu sehen. Es handelt sich um einen Wanderer W 3 von 1918 und eine DKW Luxus 200 von 1929.
Der Wanderer - auch Puppchen genannt - diente den Streitkräften im Ersten Weltkrieg als Aufklärungs- und Kurierfahrzeug. Anhand einer Nummer am Rahmen ist abzulesen, dass es in Zwickau stationiert war. Den Beinamen „Puppchen“ erhielt der W3, weil er bei einer Chemnitzer Operette als Requisite diente, während ein Tenor den Schlager „Puppchen, du bist mein Augenstern“ sang.
Das DKW-Motorrad - eine 1-Zylinder-2-Takt-Maschine - war ein echtes Erfolgsmodell. Es war sehr robust, entsprach optisch der Mode der Zeit und der Preis war mit nur 648 Reichsmark unschlagbar. Sein Spitzname „Blutblase“ leitete sich von der Form des Tankes ab. Die Ausstattung mit Licht war damals noch ein Extra. Außerdem konnte der Kunde zwischen Ketten- und Riemenantrieb wählen.