• Am Clara-Wieck-Gymnasium in Zwickau wurden die höchsten Radon-Werte im Landkreis gemessen. © Archiv

Radon-Werte an Schulen im Landkreis Zwickau zu hoch

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An vielen Schulen im Landkreis Zwickau wurden erhöhte Radonwerte festgestellt. Am meisten belastet durch das radioaktive Edelgas ist das Clara-Wieck-Gymnasium in Zwickau. Das zeigen die Antworten von Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) auf eine Kleine Anfrage der Grünenabgeordneten im Landtag Petra Zais.

Demnach überschreitet das Gymnasium den Referenzwert von 300 Becquerel je Kubikmeter deutlich - er liegt dort bei 2.200. Allein in Zwickau sind außerdem sieben weitere Schulen mit Radon-Strahlung belastet: Dittesschule (1.600 Bq/m³), Bebelschule (1.100 Bq/m³), das Käthe-Kollwitz-Gymnasium (710 Bq/m³), Humboldtschule (460 Bq/m³), Pestalozzischule (440 Bq/m³), Nicolaischule (410 Bq/m³) und Mosel (310 Bq/m³).

Petra Zais sagte, dass die Zahlen ernst genommen werden müssten. Die Kinder würden schließlich viele Stunden am Tag in der Schule verbringen und sollten dabei keinen schädlichen Einflüssen ausgesetzt sein. Sie forderte, dass transparent mit den Messergebnissen umgegangen wird. An einem Gymnasium in Zwickau seien die Schüler weder über die Messungen noch die Ergebisse informiert worden. Das halte sie für bedenklich.

Die Messungen wurden 2016 gemacht. Weitere sollen dieses und nächstes Jahr folgen, um herauszufinden, ob wirklich eine Gefahr für die Schüler besteht, hieß es von der Stadt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Radon krebserregend.

Der sachsenweit höchste Radon-Wert war 2005 an der Diesterwegschule in Schneeberg gemessen worden - er lag bei 3.700 Bq/m³.