Rambo-Rentner erstreitet milderes Urteil
Ein Rentner, der absichtlich eine Muslima in einem Kleinbus angefahren hat, war vor Gericht in Zwickau mit seiner Berufung gegen ein früheres Urteil erfolgreich. Der 89-jährige Zwickauer muss nur noch 350 Euro Strafe zahlen statt 430 und bekommt seinen Führerschein in drei Monaten wieder. Angeklagt war Martin S. wegen vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Beleidigung und Sachbeschädigung.
Im März 2016 musste der Rentner an einer Ampel anhalten und sah im Kleinbus vor sich eine Frau mit Kopftuch. Er rammte ihren Wagen zwei bis drei Mal, indem er wieder zurücksetzte und Gas gab. Danach riss er die Tür auf, zog die schwangere Frau aus ihrem Mercedes und brüllte: „Ausländer raus, schert euch dahin zurück, wo ihr hergekommen seid.“
