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Razzia bei Sicherheitsfirma in Zwickau zieht Kreise

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Die Ermitt­lungen gegen eine Zwickauer Sicher­heits­firma bringen die Stadt in die Bredouille. Denn das Unter­nehmen war bei vielen städti­schen Veran­stal­tungen mit Securi­ty­leuten im Einsatz. "Ja, wir haben mehrfach mit der Firma zusam­men­ge­ar­beitet", bestä­tigte uns ein Rathaus­spre­cher. Zum Beispiel beim Lichter­fest am Schwa­nen­teich oder beim Kinder­fest Zwikkifax im letzten Jahr. Auch für das Stadt­fest im August ist die Firma gebucht. Nachdem die beiden Chefs jetzt wegen Schwarz­ar­beit und Steuer­hin­ter­zie­hung in U-Haft sitzen, wollen die Organi­sa­toren versu­chen, die Verträge zu kündigen. Das werde aktuell geprüft, hieß es.Am Mittwoch­morgen gab es in den Räumen der Sicher­heits­firma auf der Magazin­straße eine Razzia. Die zwei Bosse, beide 39 Jahre alt, wurden festge­nommen und sitzen in Unter­su­chungs­haft. Sie sollen, genau wie acht weitere Verdäch­tige in insge­samt sieben Bundes­län­dern, Wachleute in Asylbe­wer­ber­heimen schwarz beschäf­tigt haben. Der Gesamt­schaden wird auf zwei Millionen Euro geschätzt.