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Regenbogenhaus-Betreiberin erhält letzte Umzugsaufforderung

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Die Stadt Zwickau hat der Betreiberin der Obdachlosenunterkunft Regenbogenhaus in der Pölbitzer Büttenstraße ein Ultimatum gestellt: Wenn Kerstin Täuber nicht bis Monatsende den Mietvertrag für ein neues Domizil in der Erlmühlenstraße unterschreibt, drohen ihr Zwangsgeld und Zwangsräumung der Baracke, wie Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel am Donnerstag unserem Sender sagte. Ihre Geduld sei am Ende.

„Seit einigen Jahren versuchen wir, Frau Täuber zum Umzug zu bewegen. Sie hat aber schon die dritte Kündigungsfrist nach mehreren Aufschüben verstreichen lassen – zuletzt zum 31. Dezember. Ich weiß nicht mehr, was ich sonst noch tun soll.“   

Die Probleme zwischen Stadt und Regenbogenhaus gibt es seit über zehn Jahren. Aus Brandschutzgründen hatte das Bauordnungsamt die Nutzung der Baracke bereits 2013 verboten, auf eine Zwangsräumung aber aus Rücksicht auf die Bewohner verzichtet. Mehrere Alternativangebote hatte Täuber abgelehnt; nun auch das ehemalige Lehrlingswohnheim.

Zu ihrer Zusicherung, den Bewohnern beim Umzug zu helfen und auf Wunsch möblierte Zimmer zur Verfügung zu stellen, stehe die Stadt, so Queck-Hänel. Auch dazu, dass Kerstin Täuber in der neuen Unterkunft, die von der Diakonie betrieben werden soll, weiterarbeiten könne.  

Update 5. Juli, 12 Uhr: Kerstin Täuber fühlt sich vor den Kopf gestoßen: „Meine Bewohner und ich sind dankbar für das Angebot und wollen umziehen!“ Noch habe die Stadt aber nicht alle nötigen Voraussetzungen geschaffen. Dazu zählten der Einbau von Trockenbauwänden, um jedem Bewohner eine Privatsphäre zu ermöglichen, und ein kleiner Lift.