Regierung verurteilt Übergriffe vor Zeltstadt
Sachsens Regierung hat die Gewalt und Übergriffe im Zusammenhang mit dem Dresdner Zeltlager für Flüchtlinge scharf verurteilt. "Angegriffene DRK-Mitarbeiter und Körperverletzungen gegenüber Menschen, die Flüchtlinge willkommen heißen, sind nicht hinzunehmen. Hier werden Grenzen überschritten", sagte Staatskanzlei- Chef Fritz Jaeckel (CDU) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: "Diejenigen, die das tun, werden wir unerbittlich verfolgen und zur Rechenschaft ziehen." Jaeckel appellierte an die Dresdner, die Flüchtlinge willkommen zu heißen: "Zeigen Sie Menschlichkeit! Bund und Länder arbeiten derzeit an Maßnahmen die das Asylverfahren beschleunigen sollen. Ich erwarte hierzu im Frühherbst Ergebnisse.""Es ist unerträglich, wie die NPD und andere rechtsextreme Gruppierungen die gestrige Ankunft von 500 Flüchtlingen aus Syrien missbrauchen, um Hetze und Hass zu verbreiten, dabei auch vor Gewalttaten nicht zurückschrecken„, erklärte der Dresdner CDU-Chef und Landtagsabgeordnete Christian Hartmann. Es sei ein trauriges Bild, dass syrische Kriegsflüchtlinge und Helfer in Dresden von der Polizei beschützt werden müssen. Am Freitagabend hatten Rechtsextreme Teilnehmer einer Kundgebung vor dem Zeltlager attackiert und dabei drei Menschen verletzt. Bereits am Donnerstagabend waren Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes von Asylgegnern beim Aufbau der Zeltstadt behindert und in einem Fall auch bedroht worden.