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Reiseunternehmer ziehen vor den Landtag in Dresden

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Am Mittwochmorgen wird sich in Dresden ein Korso mit 50 Reisebussen auf Weg von der Blüherstraße zum Landtag machen. Reiseunternehmer und -busbetriebe aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder auch Berlin und dem Ruhrpott wollen vor dem Landtag eine Liste mit Forderungen an die Politiker in Sachsen, Berlin und Brüssel übergeben. Nach mehr als acht Wochen Zwangspause stehen einige Unternehmer vor dem Existenzaus.

„Wir waren eine der ersten Branchen, die von der Problematik betroffen war und wir werden eine der letzte sein, die aus dieser Krise hervortreten kann.“ – René Lang / Mitorganisator und Inhaber von Lang Reisen

In den Reisebüros können keine Reisen gebucht werden. Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Die 50 Reisebusse würden am Mittwoch gleichzeitig eigentlich 2.000 Gäste durch ganz Europa fahren, sagte uns René Lang, einer der Mitorganisatoren der Aktion.

Geplant ist aktuell, dass der Korso etwa 9.30 Uhr startet und über die Pirnaische Straße, den Pirnaischen Platz und vorbei am Zwinger zum Landtag führt. Dort werden Sie von 15 Mitarbeitern aus Dresdner Reisebüros erwartet. Von dem Gesundheitsamt sind nur 15 Demonstrationsteilnehmer genehmigt worden. Die Veranstalter bitten daher darum, dass sich keiner weiter die Demonstration anschließt. In den 50 Reisebussen dürfen jeweils zwei Personen mitfahren, heißt es auf Nachfrage. Auch Unternehmen aus Berlin und aus dem Ruhrpott nehmen die Fahrt nach Dresden auf sich, heißt es von Lang weiter.

Die Teilnehmer der Kundgebung fordern neben finanziellen Hilfen auch ein Zeitfenster, für die Wiederaufnahme der Arbeit. Sie wollen wissen, ob und was für Reisen sie in diesem Jahr noch anbieten können. Daher sei eine einheitliche Regelung auf Europäischer Ebene wichtig.

Nach den Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums, arbeiten in Deutschland rund 2,9 Millionen Menschen in der Tourismusbranche.

Den Brief mit den Forderungen finden Sie hier.

Bundesweit sind am Mittwoch knapp 30 Demos zu diesem Thema angemeldet. In Sachsen wollen auch Unternehmer in Chemnitz und Leipzig kleinere Aktionen starten. Aktuell sind diese aber noch nicht genehmigt. (Stand: 28.04.2020/16:54 Uhr)