Rücktritt bei der AfD - Kreischef Forberg schmeißt hin
Der Kreischef der AfD und Stadtrat in Zwickau, Frank-Frieder Forberg, ist zurückgetreten. Auch seine Frau Andrea Forberg hat ihr Amt als Schatzmeisterin mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Parteimitglieder bleiben beide."Die AfD ist nicht mehr dieselbe Partei, in die wir 2013 eingetreten sind", schreibt das Ehepaar in einer Mitteilung am Freitag. "Schrille Töne und sonstiges politisch unkluges Agieren Einzelner und einer erschreckend großen Fangemeinde lassen das gute Programm in den Hintergrund treten. Dies haben wir satt, insbesondere im Kreisverband Zwickau." Zwei Ereignisse waren letztlich der Auslöser für die Rücktritte, sagte Herr Forberg unserem Sender: der Stopp des Parteiausschlussverfahrens gegen AfD-Rechtsaußen Jens Maier und das Setzen der "Blauen" auf die Unvereinbarkeitsliste der AfD. Diese Liste regelt, mit welcher politischen Vergangenheit man nicht zur AfD wechseln kann. Der AfD-Kreisverband steht jetzt unter Zwangsverwaltung des Landesverbandes. Der muss einen Kreisparteitag einberufen, auf dem ein neuer Vorstand gewählt wird.Forberg will seinen Sitz im Stadtrat behalten. "Mein Mandat bleibt von dieser Entscheidung unberührt", so der Abgeordnete, der auch Geschäftsführer seiner Fraktion ist.