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Sachsen investiert in besseren Nahverkehr

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Mit einem ganzen Maßnahme-Paket will der Freistaat den Nahverkehr in Sachsen stärken und attraktiver machen. Auf die Vereinbarung haben sich Regierung, Kommunen, Landkreise und Zweckverbände geeinigt, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig am Mittwoch in Chemnitz. Als erstes wird ab August ein Schülerfreizeitticket für zehn Euro im Monat eingeführt, gleichzeitig kommt ein Azubiticket für 48 Euro monatlich. Beide Angebote werden dann im kommenden Jahr zu einem einheitlichen Bildungsticket für Schüler und Azubis zusammengeführt. Es soll zwischen 10 Euro auf dem Land und bis zu 20 Euro in den Städten kosten. Außerdem soll Ende nächsten Jahres auch ein sogenannter Sachsentarif eingeführt werden, der über alle Tarifgrenzen hinweg gültig ist. "Wir werden auch das Angebot im Busnetz stark ausbauen, indem wir ein Plus-Bus- und Takt-Bus-System in Sachsen etablieren" so Dulig weiter. Die Mehrkosten werde der Freistaat übernehmen. Im Doppelhaushalt 2019/2020 sind demnach insgesamt 75 Millionen Euro eingeplant, um den Nahverkehr spürbar zu verbessern. "Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn, insbesondere für den ländlichen Raum, kommentierte Andre Jacob vom Sächsischen Landkreistag. Vorgesehen sind demzufolge neue Linien und kürzere Taktzeiten, um eine bessere Anbindung zu ermöglichen. Erste Linien seien bereits in der Erprobung. Bis Ende kommenden Jahres soll die Erweiterung umgesetzt sein.