Sachsen und Thüringen unterzeichnen Vereinbarungen für Zweiländer-JVA
Fünf Jahre lang wurde zwischen Sachsen und Thüringen sondiert und verhandelt – am Donnerstag ist nun der Startschuss gefallen für das Zweiländergefängnis in Zwickau-Marienthal. Am Vormittag unterzeichneten Justizminister Jürgen Martens und sein Thüringer Amtskollege Holger Poppenhäger in Zwickau wichtige Vereinbarungen für Bau und Betrieb.
150 Millionen Euro geben beide Länder insgesamt aus für den Neubau auf dem ehemaligen RAW-Gelände. 820 Haftplätze werden geschaffen. Mit der Eröffnung des Großgefängnisses 2017 schließen die alten Haftanstalten in Zwickau, Zeithain, Gera und Hohenleuben.
Gegner der JVA hatten im vergangenen Herbst 10.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, scheiterten aber. Der Fall liegt noch vor Gericht.