Sachsen will ausreisewillige Flüchtlinge unterstützen
Sachsen will die freiwillige Rückkehr von Asylbewerbern stärker fördern. Dazu sollen staatliche Rückkehrberatungen eingerichtet werden, kündigte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses Asyl am Montagabend an. Die Beratungen sollen Anlaufstellen für Flüchtlinge sein, die selbstständig Unterstützung für eine Rückkehr in ihre Heimat suchen. Außerdem sollen die Beratungen genutzt werden, um Flüchtlinge ohne Aussicht auf Asyl gezielt anzusprechen. Bis zur nächsten Sitzung in sechs Wochen soll ein Vorschlag zur Förderung erarbeitet werden, hieß es.Innenminister Markus Ulbig (CDU) sieht bei Abschiebungen auch die Bundesregierung in der Pflicht. „Ich denke, gerade die Bundeswehr kann, da wir mit einer größeren Anzahl von Abschiebungen zu rechnen haben, auch logistisch helfen.“ Das bedeute unter anderem, entsprechende Maschinen zur Verfügung zu stellen. Zudem sollen die Sicherheit in und um Erstaufnahmeeinrichtungen laut Ulbig „verbessert und vertieft“ werden. Dafür sollen in einem Konzept einheitliche Standards festgelegt werden - auch, um potenzielle Gefahren besser zu erkennen und schneller reagieren zu können.Ulbig erklärte außerdem, dass Sachsen bis Ende dieser Woche über 1.000 Asylbewerber abschieben werde. Das seien mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Zudem bekommt Sachsen fünf mobile Teams zur Registrierung von Flüchtlingen. Die Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge werden ab sofort in Chemnitz, Leipzig und Dresden unterwegs sein.