Sachsenring: Drei deutsche Motorrad-Piloten am Start
Zum ersten Mal seit 1950 fährt kein deutscher Pilot als Stammfahrer in der Motorrad-WM. Beim Heimrennen auf dem Sachsenring gibt es für die Fans aber gleich mehrere Lokalmatadoren zu sehen.
Die Nominierung von Motorrad-Pilot Marcel Schrötter ist den Veranstaltern zufolge auch von Bedeutung für das Fan-Interesse. Im Moto2-Ersatzfahrer aus Bayern, Wildcard-Inhaber Stefan Bradl und MotoE-Pilot Lukas Tulovic fahren am kommenden Wochenende drei Deutsche in verschiedenen Klassen mit. „Es ist gut und wichtig, sie am Start zu haben - als nationale Stars, aber natürlich auch als Vorbilder für den Nachwuchs“, sagte Motorsportchef Thomas Voss vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC), dem Organisator.
Etwa 120.000 Tickets wurden für die größte Einzelsportveranstaltung Deutschlands bisher verkauft. Im Vorjahr kamen insgesamt 233 196 Besucher an die Strecke bei Hohenstein-Ernstthal. „Bisher bewegen wir uns auf dem Niveau des Vorjahres“, sagte Voss. „Wir wollen die Besucher für den Sport begeistern und freuen uns über zufriedene Fans. Alles Weitere ist ein Bonus.“
Einen deutschen Stammfahrer in der Weltmeisterschaft gibt es zum ersten Mal seit 1950 nicht. Schrötter, der in der Supersport-Klasse gewechselt ist, springt nach seinem Comeback in Assen zum zweiten Mal für den verletzten Deniz Öncü ein.
Bradl wird für den in einer sportlichen Krise steckenden Hersteller Honda testen. „Für mich ist es eine ganz besondere Situation, weil ich mit einer Wildcard an den Start gehe und der einzige Deutsche bin, der in der MotoGP fährt. Das wird auf jeden Fall das Highlight des Jahres für mich“, sagte Bradl. „Grundsätzlich will ich das in vollen Zügen und mehr denn je genießen.“ (dpa)