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Sachsenring-Insolvenz eröffnet – Verwalter sieht gute Rettungschancen

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Der Insol­venz­ver­walter des pleite­ge­gan­genen Automo­bil­zu­lie­fe­rers HQM Sachsen­ring in Pölbitz sieht gute Chancen für die Sanie­rung des Unter­neh­mens. Sachsen­ring produ­ziere und liefere ohne Einschrän­kungen weiter, betonte Anwalt Joachim Exner von der Kanzlei Dr. Beck & Partner am Freitag. „Unsere Kunden halten weiter zur Stange, so dass wir für die nächsten Monate Planungs­si­cher­heit haben.“ Mit der Insol­ven­zer­öff­nung am Donnerstag kann das Unter­nehmen die Löhne und Gehälter der Mitar­beiter wieder selbst erwirt­schaften und auszahlen. Jetzt werde die Inves­to­ren­suche voran­ge­trieben, so Exner. Erste Gespräche liefen bereits. Denkbar sei ein Verkauf des Unter­neh­mens als Ganzes oder in Teilen.

Sachsen­ring fertigt u.a. Achsen, Gelenke und Fahrwerks­auf­hän­gungen. Zu den Kunden gehören Volks­wagen, Audi und Ford. Im Mai hatte die Geschäfts­füh­rung Insol­venz­an­trag gestellt, weil der laufende Restruk­tu­rie­rungs­pro­zess nicht schnell genug ging. Das Unter­nehmen beschäf­tigt rund 300 Mitar­beiter und Leihar­beiter und erwirt­schaf­tete im Vorjahr einen Umsatz von gut 170 Mio. Euro.