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Sachsens CDU-Basis billigt Koalitionsvertrag - SPD am Zug

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Die sächsi­sche CDU hat den Koali­ti­ons­ver­trag mit der SPD ohne Gegen­stimmen gebil­ligt. Auf einem Sonder­par­teitag der Union in Radebeul gab es am Freitag­abend von den gut 200 Delegierten ledig­lich zwei Enthal­tungen. Die CDU-Basis folgte damit einer Empfeh­lung des Landes­vor­standes der Union, der bereits Ende Oktober ohne Gegen­stimmen eine schwarz-rote Koali­tion empfohlen hatte. Nach Auffas­sung von Minis­ter­prä­si­dent und CDU-Landes­chef Stanislaw Tillich trägt der Koali­ti­ons­ver­trag die Handschrift der CDU.Das Votum ist der vorletzte Schritt auf dem Weg zu einer Neuauf­lage von Schwarz-Rot in Sachsen. Das Bündnis existierte bereits von 2004 bis 2009. Die SPD stimmt derzeit per Mitglie­der­votum über den Koali­ti­ons­ver­trag ab. Das Ergebnis wird am späten Sonntag­nach­mittag erwartet.Laut Koali­ti­ons­ver­trag soll es in den kommenden fünf Jahren unter anderem eine bessere Kinder­be­treuung und mehr Lehrer und Polizisten geben. Die CDU hatte die Landtags­wahl am 31. August mit 39,4 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Die SPD kam auf 12,4 Prozent. Da die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde schei­terte, musste sich die Union einen neuen Partner suchen.Tillich erläu­terte den Delegierten in einer etwa 50 Minuten langen Rede die Eckpunkte des Vertrages. Dabei machte er auch kein Hehl aus dem Ziel der Union, nach der kommenden Landtags­wahl 2019 wieder allein im Freistaat zu regieren - wie in der Zeit von 1990 bis 2004. „Unser Ziel bleibt trotzdem, dass diese Koali­tion eine Ausnahme bleibt.“ Die CDU stehe aber zu ihrer staats­po­li­ti­schen Verant­wor­tung. „Aus der Freiheit, zu wählen, erwächst nun für uns die Pflicht, für eine stabile Politik und eine stabile Regie­rung zu sorgen“, sagte Tillich.„Das ist ein sehr gutes Ergebnis der CDU“, sagte SPD-General­se­kretär Dirk Panter, der als Gast den Parteitag besuchte, über das Votum. „Das werden wir nicht errei­chen, weil wir ja eine Abstim­mung all unserer 4500 Mitglieder haben und es zudem eine geheime Wahl gibt. Ich bin aber zuver­sicht­lich, dass wir auch eine Zustim­mung kriegen und eine hohe Betei­li­gung haben werden.“ (DPA)