Sachsens Schweineställe werden immer voller
Sachsens Bauern schlagen Alarm: Wegen Afrikanischer Schweinepest und Corona haben Schweinehalter im Freistaat immer größere Probleme. Die Ställe sind übervoll.
Sachsens Landesbauernverband beklagt, dass die Schlachtbetriebe immer weniger Tiere abnehmen. Zum einen fallen Mitarbeiter in den Betrieben wegen Corona aus; zum anderen sind wegen der Schweinepest Absatzmärkte weggebrochen. Für den Inlandsmarkt müssen die Tiere kleinteiliger zerlegt werden, weswegen mehr Personal benötigt wird. Die Schlachter nehmen den Schweinhaltern etwa ein Viertel weniger Tiere ab als normal.
Dazu kommt für Sachsens Landwirte ein enormer Preisverfall. Aktuell bekommen sie nur noch nicht mal 1,20 Euro pro Kilo, obwohl die Produktion 1,60 Euro kostet. Der Sächsische Landesbauernverband fordert eine bessere Bezahlung. Die Landwirte im Freistaat müssten für Corona-bedingte Einkommensverluste Entschädigungen bekommen.