++ EIL ++

Sächsische Kinder greifen zu oft zur Kopfschmerztablette

Zuletzt aktualisiert:

Sächsische Kinder, die unter Kopfschmerzen leiden, bekommen überdurchschnittlich oft Medikamente. Das zeigt der aktuelle Kopfschmerz-Report, den die Techniker-Krankenkasse veröffentlicht hat.

In Sachsen bekommt gut jedes vierte Kind unter 19 Jahren, bei dem Kopfschmerz diagnostiziert wird, Arzneimittel verordnet. Mit 26 Prozent liegt der Freistaat knapp hinter dem Saarland (27,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (27,4 Prozent) auf dem dritten Platz in Deutschland. Die sächsischen Experten der Kasse raten Eltern, besser den Ursachen nachzugehen.

Oft seien Angst vor der Schule oder Stress beim Lernen verantwortlich. Zu lange auf Smartphone oder Tablet zu starren, könne zu einer Reizüberflutung führen. Wichtig seien Sport und genug Schlaf. Das könne helfen, den Griff zur Tablette zu vermeiden.

Laut der Studie haben Ärzte in der Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren bei jedem achten Jugendlichen (12,5 Prozent) im Freistaat Kopfschmerzen festgestellt. Von ihnen leiden knapp 29 Prozent unter Migräneattacken. Bei jüngeren Mädchen und Jungen bis 14 Jahren sind sachsenweit 4,3 Prozent von Kopfschmerzen betroffen.