Sanierungsfall: Pleißentalklinik schlüpft unter Schutzschirm
Die Pleißental-Klinik in Werdau will sich mit einem sogenannten Schutzschirmverfahren aus ihrer finanziellen Schieflage befreien. Dabei handelt es sich um eine Sanierung in Eigenverantwortung. Am Mittwoch wurde nach Verlusten in Millionenhöhe der Prozess eingeleitet, wie das Krankenhaus mitteilte. Er soll zum nächsten Jahreswechsel abgeschlossen sein. Ziel sei es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern.
Die rund 500 Mitarbeiter wurden am Mittag informiert. Lohn- und Gehaltszahlungen sichert die Bundesagentur für Arbeit ab. Die Patienten sollen keine Auswirkungen spüren. Der Klinikbetrieb laufe normal weiter, medizinische Leistungen würden nicht reduziert, betonte Geschäftsführer Uwe Hantzsch. Die Bauarbeiten auf dem Klinikgelände werden während des Schutzschirmverfahrens weitgehend ruhen.
Als Ursachen für die Misere nennt die Klinik sinkende Einnahmen bei steigenden Ausgaben, die unter anderem durch hohe Inflation, Energiekosten und Personalkosten verursacht wurden.
Landrat Carsten Michaelis hat die Unterstützung des Landkreises zugesagt.