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Saupersdorf: Esse der Lederfabrik gesprengt

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Der Schornstein der ehemaligen Kunstlederfabrik in Saupersdorf ist am Mittwochnachmittag gesprengt worden. Der 63 Meter hohe Schlot fiel 14 Uhr planmäßig in eine dafür hergerichtete Mulde. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Spektakel.

Die Esse stand auf der flächenmäßig größten Industrieruine der Stadt Kirchberg, zu der Saupersdorf gehört. Über 30 Jahre wurde sich um eine Nachnutzung der früheren Lederfabrik bemüht, vergeblich. Seit Herbst 2020 machen sich auf dem Gelände Bagger zu schaffen. Viele der alten Gebäude wurden schon vorher dem Erdboden gleichgemacht. Kirchberg erhält dafür mehr als zwei Millionen Euro Fördermittel, die Kommune selbst muss einen Eigenanteil von rund 228.000 Euro aufbringen.

Nach dem Aufräumen geht es ans Pläne machen. „Es ist wichtig, das 15.000 Quadratmeter große Areal im Ortskern einer guten Nutzung zuzuführen“, sagte Dorothee Obst, die Bürgermeisterin von Kirchberg. Geplant sind Wohnungen, Kleingewerbe und ein neues Domizil für die Feuerwehr.

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Dorothee Obst