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Schiedsrichter legen Prüfung in GGZ-Arena ab

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Für viele ist Fußball die schönste Nebensache der Welt. Aber was, wenn keiner da ist, der das Spiel anpfeift bzw. die Partie leitet? Seit Jahren mangelt es an Schiedsrichtern, auch im Kreis Zwickau. Schuld daran sei die meist negative Berichterstattung gewesen, wie z.B. Kritik an der Spielleitung oder Angriffe auf Unparteiische, sagte uns Benjamin Seidl vom Kreisverband Fußball Zwickau. Mit dem „Jahr der Schiedsrichter“, das der DFB für 2023 ausgerufen hatte, konnte der Rückgang erstmals gestoppt werden.

Derzeit absolvieren 30 Männer und Frauen aus dem Kreis Zwickau einen Schiedsrichter-Anwärterlehrgang. Die Theorie haben die Teilnehmer schon hinter sich. Am Samstag legen sie in der GGZ-Arena ihre Prüfung ab, so Seidl. „Aber davor wird natürlich alles nochmal in der Praxis geübt, zum Beispiel das Stellungsspiel des Schiedsrichters auf dem Platz, die Mauerstellung beim Freistoß oder das Zeigen einer gelben bzw. roten Karte.“

Wenn alle ihre Prüfung bestehen, kann der Kreisverband auf insgesamt 210 Referees zurückgreifen, 20 mehr wären optimal, sagt der Ober-Schiri. Deswegen bietet der Kreisverband z.B. Schiedsrichter-Infoabende für Vereine an, um mehr Menschen für das Pfeifen zu begeistern. „Dabei geben wir einen kurzen Einblick in unsere Tätigkeit und sprechen auch über Vorzüge wie z.B. freier Eintritt bei allen Fußballspielen im Bundesgebiet“, wirbt Seidl um weiteren Schiri-Nachwuchs. 

 

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