Schlüsseldienst-Mitarbeiter wegen Wucherpreisen vor Gericht
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Dem Mitarbeiter eines bundesweit tätigen Schlüsseldienstes wird derzeit am Zwickauer Amtsgericht der Prozess gemacht. Es geht um Wucherpreise und mögliche mafiose Strukturen. Laut Anklage soll der 32-jährige Langenbernsdorfer für die Notöffnung von Wohnungstüren bis zu 600 Euro verlangt haben – das Achtfache des üblichen Preises. Und das auch dann, wenn nur die Anreise angefallen war, weil sich die Betroffenen zwischenzeitlich selbst helfen konnten. Damit habe er die Notlage der Menschen gewerbsmäßig ausgenutzt. Acht Fälle wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor. Der schweigt bisher. Am 3. Februar wird weiterverhandelt. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu sechs Monate Haft – pro Tat.