Schneppendorf: Kiesgruben rücken näher
„Heidelberg Cement treibt den Kiestagebau hier bei uns aktiv voran.“ Dieser Satz fiel gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung von der „Bürgerinitiative Zwickau-Schneppendorf Pro Natur“ am Freitagabend auf dem Dorfplatz. Thomas Hertzsch, der Vorsitzende, informierte zunächst über ein Gespräch mit Vertretern des Unternehmens, das kurz vor Ostern stattgefunden hatte.
Beide Abbaufelder – „Susi“ und „Heidi“ – sind weiter aktuell. Heidelberg Cement erarbeite derzeit einen Betriebsplan für den Standort in Zwickau, formulierte es Thomas Hertzsch uns gegenüber. Im Juni sollen die Pläne vorgestellt werden, erfuhren die Mitglieder, und auch einige Details – unter anderem soll das Kieswerk vom Ort wegrücken, in Richtung Gewerbestraße.
Im Mittelpunkt stand aber die Frage: „Wie soll die Bürgerinitiative weitermachen?“. Zur Sprache kamen rechtliche Schritte. Klagen können die Grundstückseigentümer gegen eine mögliche Enteignung. Auch das Planfeststellungsverfahren würde Möglichkeiten bieten einzugreifen. Und es wurde auch über einen anderen Weg laut nachgedacht: in die Verhandlungen mit dem Unternehmen einzusteigen und dabei das Optimale herauszuholen.
Vereinbart wurde am Ende, dass sich die Mitglieder in den nächsten Wochen schriftlich äußern. Sie schreiben dem Vorstand, welchen weiteren Weg sie favorisieren und was in den Forderungskatalog aufgenommen werden muss.