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Schüler fordern Corona-Regeln mit Augenmaß

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Kritik in Corona-Zeiten – wie es auch geht, haben Schüler am Freitagnachmittag auf dem Hauptmarkt gezeigt. Etwa 20 Kinder und Jugendliche waren dem Aufruf von Laura und Emil gefolgt und nochmal so viele Erwachsene. Alle trugen einen Mund-Nasen-Schutz. Es wurde weder Corona geleugnet noch die Notwendigkeit von Regeln in Frage gestellt. Demonstriert wurde für Corona-Regeln mit Augenmaß.

„Öffnet endlich wieder die Geschäfte!“ stand auf einem der größten Plakate. Auch für die beiden Initiatoren stand diese Forderung ganz oben auf der Liste. „Wenn die Geschäfte pleitegehen, ist die Innenstadt wie leergefegt. Und wenn dort keine Leute mehr sind, ist das ein Problem für die Kultur“, sagte uns Emil. Laura fügte hinzu: „So leidet auch die Wirtschaft und irgendjemand muss es ausbaden. Ich denke, wir müssen es ausbaden, wenn wir erwachsen sind.“ Deshalb muss sich nach ihrer Meinung etwas ändern – Öffnung der Geschäfte und Gaststätten, aber nicht kopflos, sondern mit Verstand. Emil schlägt vor, die Daten von Kunden und Gästen per App und QR-Code festzuhalten und auf dem Weg die Nachverfolgung möglich zu machen.

Weiter brannten den Demonstranten auch Schülerthemen auf den Nägeln. „Wir wollen Schule“ war zu lesen. Gemeint waren auch Video-Konferenzen, doch dann mit der nötigen Internetverbindung und Technik. Und mehr Kontakte wünschten sich die jungen Leute natürlich – mit Augenmaß: im Freien und mit Maske.

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