• Der Leiter des Robert-Schumann-Hauses Thomas Synofzik mit zwei Exponaten

Schumannhaus beteiligt sich mit Sonderschau an bundesweiter Aktion

Zuletzt aktualisiert:

Mit einer Sonderausstellung beteiligt sich das Zwickauer Schumannhaus an der bundesweiten Aktion „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Seit Mitte der Woche geben vor allem Briefe, Tagebücher und Bilder einen Einblick in die Beziehungen von Robert und Clara Schumann zu ihren jüdischen Freunden.

Beleuchtet werden die Verbindungen zu gut einem Dutzend Persönlichkeiten, die aus jüdischen Familien stammten. Viele blieben ihrem Glauben bis zum Ende ihres Lebens treu, darunter der Dirigent Hermann Levi oder Salomon Sulzer, Kantor in Wien. Andere wie Felix Mendelssohn Bartholdy wurden als Kinder getauft oder konvertierten später.

Auf eine sehr umfangreiche Dokumentation kann das Schumannhaus bei der Beziehung zu Hermann Levi zurückgreifen. Fast der komplette Briefwechsel zwischen Clara Schumann und dem Dirigenten und Komponisten gehört zu seinem Bestand. Weiter stand Clara Schumann mit Sophie Kaskel in Verbindung – ihr Bruder gründete die Dresdner Bank. Diese Jugendfreundin seiner Frau lobte Robert Schumann mit den Worten, sie scheine „den allen Juden und Jüdinnen eigenen Hell- und Scharfsinn zu haben, auch in der Musik.“

Das Robert-Schumann-Haus hat sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet, dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr.

Audio:

Thomas Synofzik, Leiter des Schumannhauses, zu Aha-Effekten der Ausstellung: