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Schwarmintelligenz auf dem Feld: Sachsen erprobt neuste Kommunikationstechnik in der Landwirtschaft

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Dresden -

Umweltminister Thomas Schmidt setzt weiter auf eine ökologische Zukunft in der Landwirtschaft. Darum hat das Land Sachsen heute den simul+InnovationHub gestartet. Unter diesem Oberbegriff sollen aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen in die praktische Arbeit in der Landwirtschaft einfließen.

In fünf verschiedenen Themenfelder laufen dazu Projekte. Unter anderem will die TU wissen, wie Roboter auf dem Feld die Arbeit erleichtern und mithilfe neuster Datentechnik miteinander kommunizieren (5G-Technik) können. Aktuell starten die Testphasen auf Felden bei Nossen und auf einem Versuchsfeld bei Köllitsch in Nordsachsen. In den nächsten Monaten sollen aber immer mehr Versuchsfelder dazukommen.

Ein Ziel ist es, mehrere Maschinen mit einem Handgriff zu steuern. Ein Bauer kann dann mehrere Felder gleichzeitig bearbeiten. Die Roboter- und Sensoren Technik hilft dabei, die Pflanzen trotz kilometerweiter Entfernung optimal zu versorgen. So sollen die Maschinen selbstständig erkennen, ob eine Pflanze Wasser oder Dünger braucht, ob der Boden überdüngt ist oder wie tief Setzlinge in den Boden müssen. Die benötigten Informationen rufen sie über das Internet ab. Dafür wird die schnelle Datenverbindung gebraucht. Auch untereinander sollen die Maschinen Informationen austauschen können.

Bei der Tierhaltung soll zukünftig ebenfalls neue Technik zum Einsatz kommen. Diese optimiert die Ernährung im besten Fall so, dass die Nutztiere gar nicht erst krank werden.

Laut Schmidt gäbe es viele aufgeschlossene Bauern und Betriebe in Sachsen, die mit den Neuerungen arbeiten würden.

Für Umweltminister Schmidt, ist auf lange Sicht der Schutz der Umwelt das obere Ziel all dieser Projekte. Die Erkenntnisse aus den laufenden Versuchsfeldern können dann vielleicht auch dafür genutzt werden, Böden zu reinigen und die Qualität des Trinkwassers zu verbessern.

Weitere Informationen zum simul+ InnovationHub finden Sie auf der Seite des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.