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  • Auch in Zwickau-Marienthal hatte sich am Samstagnachmittag eine Gewitterzelle entladen. © Christian Keiler

Schwere Unwetter über Sachsen

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Erneut haben schwere Unwetter das Vogtland und den Westens des Erzgebirges heimgesucht. Starkregen sorgte am Samstagnachmittag vor allem rund um Markneukirchen und Markersbach für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Bäche traten über die Ufer. Weil die Felder vollgesogen sind und kaum noch Regen aufnehmen können, floss das Wasser schnell in viele Wohnhäuser.

Die Kameraden der Feuerwehren waren im Dauereinsatz. "Es geht langsam an die Substanz", sagte uns Marko Lauterbach, der Feuerwehrsprecher von Markneukirchen. Es war mittlerweile das vierte Unwetter innerhalb von zwei Wochen. Nach der Sturmflut Ende Mai hatten Behörden erst am Freitag Bilanz gezogen: 40 Millionen Euro Schaden schlagen zu Buche.

Enorme Regenmassen haben sich am späten Abend von Lommatzsch über Döbeln bis nach Mittweida ergossen. Dazu gab es starken Hagel und orkanartige Böen. Vor allem in Döbeln wurden zahlreiche Keller und Tiefgaragen unter Wasser gesetzt. In Waldheim konnte die Feuerwehr nicht ausrücken, da das Depot unter Wasser stand. Die Höhe der Schäden ist noch nicht bekannt.