Selbsttests im Test: schnell, machbar, ungefährlich
Die Selbsttests sind in den Oberschulen und Gymnasien ab heute obligatorisch. Der Schritt sorgt schon länger für Diskussionen, inzwischen wollen ihn Eltern gerichtlich stoppen. Das Peter-Breuer-Gymnasium hat bereits Erfahrungen mit den Selbsttests – und die sind positiv.
Die Schnelltests sind ziemlich langsam, zumindest für eine Schule. Das Tempo beträgt etwa 20 TP/h, Testpersonen pro Stunde. Alle rund 600 Schüler so zu testen, würde 30 Stunden dauern. Um das zu beschleunigen und den Personalaufwand zu vermeiden, hat das PBG in Absprache mit dem Träger, dem Bistum Dresden-Meißen, schon zu Beginn der Woche auf Selbsttests umgestellt.
Die Erwartungen wurden erfüllt. Der Test an sich habe in ihrer Gruppe etwa fünf Minuten gedauert, berichtet Schülersprecherin Victoria. Zusammen mit der Einführung ist von einer Viertelstunde die Rede. Der Selbsttest sei leicht verständlich und handhabbar gewesen, sagt Victoria, und nach ihrem Empfinden überhaupt nicht gefährlich: „Es geht ja wirklich nur um den Nasenvorhof. Man steckt sich das Stäbchen auch nicht freiwillig zu tief in die Nase rein, sondern man bleibt wirklich vorne. Es kitzelt ein Stück, aber mehr passiert da nicht.“
Abgesehen von drei Ausnahmen haben alle Eltern dem Selbsttest zugestimmt. „Die Schüler haben das unproblematisch gesehen“, so der Eindruck von Schulleiter Michael Olbrich. Victoria hält den Weg für richtig: „Uns wurde in unserer Schule ein Stück Normalität zurückgegeben – mit einer gewissen Sicherheit. Das ist auf jeden Fall empfehlenswert, bevor wir ohne Tests in die Schule gehen oder Tests erst 13 Uhr stattfinden und wir vorher bereits den ganzen Vormittag im Unterricht saßen.“
Unter den Tests fiel einer positiv aus - in Bezug auf das Corona-Virus. Der Schüler musste wieder nach Hause gehen. Für die Klasse bzw. seine Gruppe ging nach Kontakt mit dem Gesundheitsamt der Unterricht in der Schule weiter.
Praktikabel? „Unbedingt“, sagt Michael Olbrich, „ich hätte mir das schon früher gewünscht.“ Doch auf Dauer ist das für ihn auch nicht die Lösung: „Die Tests sind eine flankierende Geschichte. Das große Thema werden wir mit den Impfungen sicherlich lösen. Es gibt ja auch Testreihen, die über die Impfung von Kindern nachdenken.“