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Sicherheits­maßnahmen für Friseursalon nach Anfeindungen

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Was als fachli­cher Hinweis für die Kunden eines Friseur­la­dens gedacht war, endete in einer auslän­der­feind­li­chen Debatte. In deren Folge hat eine Friseur-Kette aus Wolfs­burg Sicher­heits­maß­nahmen für ihre Filiale in Zwickau ergriffen. Das teilte ein Unter­neh­mens­spre­cher von Klier am Montag mit. Hinter­grund ist ein Aushang, auf dem zu lesen war, dass vom 10. bis zum 15. Juli ab 16 Uhr keine Frauen mehr in dem Laden frisiert würden, weil dann ein syrischer Herren­fri­seur nur Männer bediene. Dies hatte am Wochen­ende für Aufre­gung und in sozialen Medien für einen Shits­torm gesorgt. Der syrische Angestellte wurde angefeindet, wie Medien berich­teten. Der Unter­neh­mens­spre­cher erklärte, der Mann habe nur eine Ausbil­dung als Herren­fri­seur. Er sei somit für Frauen-Frisuren nicht quali­fi­ziert. Eine Mitar­bei­terin in Zwickau habe jedoch einen Kommu­ni­ka­ti­ons­fehler begangen, als sie den Zettel schrieb, so der Sprecher. Die Frau sei am Boden zerstört über das, was sie ausge­löst habe.  Der Syrer bekomme Tarif­lohn, und seine Anstel­lung sei mit keiner finan­zi­ellen Förde­rung verbunden, erklärte der Sprecher. Wo der Mann künftig arbeite, werde zu seinem Schutz nicht gesagt. Darüber hinaus habe man Vorkeh­rungen für die Sicher­heit der Mitar­beiter in der Zwickauer Filiale getroffen. Details dazu wollte der Sprecher nicht nennen. Nach Angaben des Unter­neh­mens werden bundes­weit zahlreiche Flücht­linge mit Ausbil­dung als Frisör beschäf­tigt. Mit Verweis auf die Sicher­heit der Mitar­beiter nannte der Sprecher jedoch weder Zahlen noch Arbeits­orte.