Simson-Treffen: Polizei zufrieden trotz Zwischenfällen
Beim diesjährigen Simson-Treffen in Zwickau hat die Polizei insgesamt 44 Straftaten registriert. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich unter anderem um 18 Körperverletzungen, zehn Verstöße wegen verfassungswidriger Gesten und Symbole sowie mehrere Diebstähle.
Besonders schwerwiegend war ein Vorfall am Freitagabend: Ein 17-Jähriger wurde bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt. Gegen einen 16-jährigen Tatverdächtigen wird in diesem Zusammenhang ermittelt.
Großer Andrang und Polizeihubschrauber im Einsatz
Rund 6.400 Menschen - viele von ihnen Jugendliche und junge Erwachsene - kamen nach Polizeiangaben zwischen Donnerstag und Sonntag zu dem Treffen. Bereits bei der Anreise kam es zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung des Flugplatzes. Zur Verkehrsüberwachung setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein.
In zehn Fällen sprach der Veranstalter auf Hinweis der Polizei Hausverbote gegen Personen aus, die mit verfassungsfeindlichen Symbolen oder Gesten aufgefallen sein sollen. Ein weiterer Teilnehmer, ein 19-Jähriger, erhielt am Samstagnachmittag ein Hausverbot, nachdem er mit einer Spielzeugwaffe auf dem Festgelände unterwegs war. Gegen ihn wurde Anzeige wegen des Verdachts der Bedrohung erstattet.
Mehr Polizei, mehr Kommunikation – aber nicht ohne Zwischenfälle
Die Polizei war dieses Jahr mit insgesamt 488 Kräften im Einsatz. Polizeidirektor Andreas Müller zog nach dem Einsatz ein „größtenteils positives Resümee“: Man sei zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, die in enger Abstimmung mit der Stadt Zwickau und dem Veranstalter vorbereitet worden sei.
Im Vergleich zum Vorjahr war die Zahl der eingesetzten Kräfte deutlich erhöht worden. Ziel war es laut Müller, frühzeitig einzugreifen und Konflikte möglichst im Gespräch zu lösen: „Gemeinsam gelang es uns, auf dem Gelände zahlreiche Sachverhalte auf kommunikativer Ebene zu lösen.“ Dennoch wurden auch in diesem Jahr Ordnungswidrigkeiten und Straftaten registriert, zu denen bereits erste Tatverdächtige ermittelt wurden oder weitere Ermittlungen laufen. (dpa)