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Sorgenbrücken – warum Zwickau bessere Karten hat als Dresden

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Die Zwickauer Glück-auf-Brücke ist gewissermaßen eine Schwester der Dresdner Carolabrücke – bei beiden handelt es sich um Spannbetonbrücken, errichtet zu DDR-Zeiten mit Hennigsdorfer Stahl. Aus dem Grund läuft derzeit über der Mulde eine Sonderprüfung. Die Stadtverwaltung informierte am Dienstag über Details, und dabei kamen auch zwei Unterschiede zur Sprache, zwei positive Vorzeichen.

Das Bauwerk am Fuße des Brückenbergs wurde zwischen 1976 und 79 errichtet und ist damit acht Jahre jünger als die Carolabrücke. Damit gab es mehr Erfahrungen im Umgang mit dem Spannstahl, so Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn. Und die Glück-auf-Brücke wurde ab 2001 grundhaft erneuert. Nach so einer Sanierung wird von einer verbleibenden Lebenszeit von 50 Jahren ausgegangen, hieß es. Bei der letzten Prüfung im Jahr 2024 erhielt der Hauptzug die Note 2,4.

Ob Zwickau wirklich aufatmen kann und die Glück-auf-Brücke völlig entspannt benutzt werden kann, wird wahrscheinlich Ende des Jahres feststehen. Dann wird mit Ergebnissen der aktuellen Sonderprüfung gerechnet, bei der unter anderem Materialproben entnommen und Risse registriert werden und bei der auch die Spannglieder untersucht werden. Eine Vorsichtsmaßnahme hat nichts mit der Prüfung zu tun, das Gewichtslimit für Laster bleibt: Erlaubt sind maximal 40 Tonnen.

Audio:

Interview mit Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn