• Foto: Tino Plunert

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  • (Foto: T. Plunert)

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+++ Update: Polizeieinsatz wegen Bedrohungslage am Krankenhaus Neustadt beendet

Zuletzt aktualisiert:

+++ 4:54 Uhr +++

Nach mehren Stunden hat die Polizei den Großeinsatz am Krankenhaus Dresden-Neustadt beendet. Gegen 01:00 Uhr konnten Spezialeinsatzkräfte in Wetro bei Bautzen einen 34-jährigen Mann vorläufig festnehmen. Er hatte gedroht, die geplante Inobhutnahme seines neugeborenen Babys durch das Jugendamt mit Waffengewalt verhindern zu wollen. Er hatte das gegenüber seiner 26 Jahre alten Lebensgefährtin am Telefon angekündigt. Hintergrund für die Maßnahme des Jugendamtes ist offenbar die Drogenvergangenheit der Eltern. Schwer bewaffnete Einsatzkräfte waren seit dem Nachmittag am Krankenhaus im Einsatz, um die Lage zu sichern.

Die offizelle Pressemitteilung der Polizei :

Polizeieinsatz wegen Bedrohungslage ist beendet

Zeit:     03.07.2019, 13.00 Uhr bis 04.07.2019, 01.15 Uhr
Ort:      Dresden-Trachau

Der Einsatz der Polizei im Zusammenhang mit einer Bedrohungslage am Krankenhaus Dresden-Neustadt ist beendet.

Hintergrund der Bedrohungslage war der Aufenthalt einer jungen Frau (26) sowie deren wenige Tage alten Kindes in dem Krankenhaus an der Industriestraße. Das Kleinkind ist in Obhut des Jugendamtes gekommen. Gegenüber einer anderen Patientin äußerte die 26-Jährige in der Folge, dass ihr Lebensgefährte (34) gegen diese Maßnahme mit Waffengewalt vorgehen wolle. Dies habe er ihr in einem Telefonat mitgeteilt.

Im Zuge der Gefahrenabwehr sicherten daraufhin dutzende Polizeibeamte das Krankenhaus ab. Auch die Interventionskräfte der Polizeidirektion Dresden kamen zum Einsatz, da der 34-jährige Deutsche in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war. Aktuell liegen drei Haftbefehle gegen ihn vor.

Parallel leite die Polizei Fahndungsmaßnahmen nach dem Mann ein. In diesem Zusammenhang prüften die Beamten unter anderem eine Wohnung in Bautzen. Etwa eine Stunde nach Mitternacht nahmen Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen den 34-Jährigen in Wetro bei Bautzen vorläufig fest.

Der Mann befindet sich nun in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

+++ Stand 19:00 Uhr +++

Großer Polizeieinsatz seit Mittwochnachmittag am Krankenhaus Neustadt. Gäste werden nur nach strengen Kontrollen ins Krankenhaus gelassen. Nach unseren Informationen gab es eine Drohung nach einem privaten Zwischenfall. Die Polizei hat die Bevölkerung eindringlich gebeten, den Bereich zu meiden.

Vorsorglicher Einsatz und strenge Kontrollen

Vorsorglich sind schwer bewaffnete Einsatzkräfte vor Ort. Zu den Details des Falles will die Polizei noch nichts sagen. Akut in Gefahr ist derzeit aber niemand.
Wie eine Sprecherin des Krankenhauses auf unsere Anfrage sagte, sind die Einsatzkräfte gegen 15:00 Uhr eingetroffen. Es gebe strenge Zugangskontrollen, der Klinikbetrieb laufe aber weiter. "Es soll kein Patient abgeschreckt werden, die Maßnahmen sind vorsorglich und dienen der Sicherheit", sagte die Sprecherin. Aus Datenschutzgründen könne man derzeit keine Details nennen.

Polizisten für lebensbedrohliche Einsatzlagen vor Ort

Nach unseren Informationen sind auch sogenannte "lebEl-Kräfte" der Polizei am Krankenhaus. Das steht für lebensbedrohliche Einsatzlagen. Diese Einheiten sind für Amok- und Terrorszenarien geschult und stärker ausgerüstet, als Polizisten im Streifendienst. Im Ernstfall sollen sie die zeitliche Lücke bis zum Eintreffen des Spezialeinsatzkommandos füllen, die Lage sondieren und wenn nötig auch eingreifen, hieß es damals bei der Vorstellung der Einheit.

Update: Offizielle Erstmeldung der Polizei

Polizeieinsatz wegen Bedrohungslage

Zeit:     03.07.2019, gegen 13.00 Uhr
Ort:      Dresden-Trachau

Die Dresdner Polizei ist aktuell am Krankenhaus Dresden-Neustadt an der Industriestraße im Einsatz. Hintergrund ist eine Bedrohungslage im privaten Bereich.

Polizeibeamte, darunter auch die Interventionskräfte der Polizeidirektion Dresden, sichern den Bereich ab. Das Krankenhaus ist teilweise abgesperrt.

Eine akute Gefahrensituation besteht derzeit nicht. Dennoch bittet die Dresdner Polizei die Bevölkerung eindringlich, den Bereich zu meiden.

Weitere Informationen der Polizei werden folgen.