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Staatsanwalt ermittelt zu Betrügereien bei VW

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In den Betrugs­fall bei VW Zwickau hat sich die Justiz einge­schaltet. Staats­an­walt Bernd Sämann sagte unserem Sender, es werde zunächst gegen Unbekannt wegen Compu­ter­be­trugs ermit­telt, weil Perso­nen­daten noch nicht bekannt seien.

Volks­wagen wird eng mit den Ermitt­lern zusam­men­ar­beiten, um die Automaten-Affäre lückenlos aufzu­klären. "Das sind wir auch den Tausenden fleißigen und ehrli­chen Mitar­bei­tern schuldig", sagte Unter­neh­mens­spre­cher Gunter Sandmann unserem Sender auf Anfrage.

Am Donnerstag war publik geworden, dass etwa 50 Mitar­beiter ihre Jobs verloren haben, weil sie sich an einem Geträn­ke­au­to­maten berei­chert haben sollen. Sie hatten sich wohl einen Code besorgt, mit dem ihre Betriebs­aus­weise, die im Werk auch für bargeld­loses Bezahlen verwendet werden, aufge­laden werden können. Laut einem Bericht der "Freien Presse" soll einer der Arbeiter rund 1.000 Euro aufge­laden haben. Der Konzern bestä­tigte der Zeitung Betrugs­vor­fälle und Kündi­gungen, wollte sich aber zu Details wegen des laufenden internen Verfah­rens nicht äußern.

Audio:

Kurzin­ter­view mit Bernd Sämann