Stadt übernimmt den Zuschuss fürs Projekt Gründerzeit allein
Das Gründerzentrum in der Villa Falck wird angenommen. Räume und Arbeitsplätze werden gebucht. Trotz entsprechender Einnahmen kann sich das Projekt „Gründerzeit Zwickau“ nicht selbst tragen. Die nötigen Zuschüsse wird ab nächstem Jahr die Stadt Zwickau zahlen. Das hat am Dienstag der Finanzausschuss beschlossen – allerdings nicht einstimmig.
Bisher wurde das Projekt „Gründerzeit Zwickau“ vor allem über Fördermittel finanziert. Das ist nächstes Jahr vorbei. Nach Abzug der Einnahmen bleibt 2024 eine Lücke von 118.500 Euro, um Miete, Personal- und Sachkosten zu stemmen. Die Stadt Zwickau wird diesen Betrag dem BIC Zwickau überweisen – das BIC steuert das Projekt.
Doch das BIC hat neben der Stadt noch drei weitere Gesellschafter: den Landkreis, die IHK und die Sparkasse. „Dass sich die anderen Gesellschafter nicht beteiligen, das ist das, was mich stört“, sagte Tristan Drechsel (BfZ). Ähnlich äußerte sich Sven Itzek (AfD). Entgegengehalten wurde, dass eben Zwickau von dem Projekt profitiert. Der Beschluss ging mit fünf Ja-Stimmen durch. Zwei Mitglieder enthielten sich, zwei stimmten dagegen (AfD, Linke).
Vom Vertreter der Linken, von Thomas Koutzky, kam vorher auch die Frage, inwieweit das Gründerzentrum in der Villa Falck genutzt wird. Lisa Martin vom Büro Wirtschaftsförderung hatte dazu Zahlen parat: Seit April wurde der Konferenzraum 77mal gemietet, 26mal der Workshop-Raum, und von zehn Arbeitsplätzen sind sieben belegt.