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Stadtarchiv: Umbau viel teurer – damit steigt auch die Miete

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Dass der Umbau der alten Zwickauer Sparkasse mehr kostet als ursprünglich geschätzt, das war sicherlich anzunehmen. Jetzt steht fest, wie viel (mindestens): Nach aktuellem Stand werden es 3,7 Millionen Euro mehr. Die Gesamtbaukosten belaufen sich zum jetzigen Zeitpunkt auf 14,8 Millionen Euro – 2020 waren 11,1 Millionen prognostiziert worden. Das teilte diese Woche die Oberbürgermeisterin auf Anfrage von AfD-Stadtrat Sven Itzek mit.

Constance Arndt fügte in ihrer Antwort noch hinzu: „Vor dem Hintergrund der Baupreisentwicklungen der jüngsten Vergangenheit sollte ein Eintritt von Kostenerhöhungen nicht überraschen.“

Sven Itzek hatte bereits im September eine Anfrage zu dem Thema gestellt und dabei auf den Vormietvertrag hingewiesen – geschlossen im Jahr 2020 mit der GGZ. Darin wurde vereinbart, dass die Kaltmiete von 46.613 Euro auf einer Kostenschätzung von 2020 basiert und dass sie am Ende der Bauzeit angepasst wird.

Finanzbürgermeister Sebastian Lasch bestätigte daraufhin, dass Kostenmehrungen eingetreten sind, nannte aber keine Zahlen. Allerdings erklärte er, dass das Thema auf jeden Fall im Stadtrat behandelt wird, sobald die Gesamtbaukosten bekannt sind. Das wird wohl im nächsten Jahr passieren, denn das Gebäude soll im Sommer 2024 an das Stadtarchiv übergeben werden.

Sven Itzek fragte am Dienstag im Finanzausschuss weiter. „Ich möchte wissen, woraus die Mehrkosten entstanden sind“, sagte er und beschrieb, was ihm auf der Baustelle aufgefallen ist: dass alte Fenster zugemauert, davor aber neue Plastikfenster gesetzt wurden, um die Optik zu wahren. „Ein Schildbürgerstreich“, schien es Sven Itzek, „schlimmer geht´s nimmer.“