Stadthalle: Zwickau muss tiefer in die Tasche greifen
Die Stadthalle wird für Zwickau deutlich teurer als geplant. Aus der Stadtkasse werden anstehende Grunderwerbssteuern von bis zu 800.000 Euro bezahlt. Dem hat gestern der Stadtrat zugestimmt. Die Steuern müsste größtenteils die Firma bezahlen, die noch bis Juni Eigentümerin der Halle und des Außengeländes ist. Der ist jedoch das Geld ausgegangen – die Steuern würden zur Insolvenz führen.
Doch auch die Pleite würde Zwickau belasten: Im Falle einer Insolvenz drohe ein Rückgriff auf den Fiskus der Stadt, sagte Finanzbürgermeister Sebastian Lasch im Rat. Außerdem würde sich die Übernahme der Stadthalle verzögern. Nachdem die Stadt 22 Jahre lang Mieten und Raten für den Kauf in Höhe von 22 Millionen Euro gezahlt hat, wird sie im Juli Eigentümerin der Stadthalle und der Außenanlagen.