Ballsportzentrum: CDU mit neuem Matchplan
Für die Ballsportler zeichnet sich eine neue Lösung ab. Es wäre möglich, eine bundesligataugliche Halle für maximal zwölf Millionen Euro zu bauen. Das hat die CDU herausgefunden und heute im Stadtrat verkündet. Und bei Ausgaben in dieser Größenordnung besteht Aussicht auf Fördermittel.
Die Kosten für das geplante Ballsportzentrum in Neuplanitz waren zuletzt auf 24 Millionen Euro geklettert – bei der aktuellen Haushaltlage nicht machbar! Als Alternative kam eine einzelne neue Halle ins Gespräch – hier wurde von 17 Millionen Euro ausgegangen. Die CDU hat diese Schätzung überprüft. In Halle habe die Firma Goldbeck so eine Sporthalle gebaut – für die 1. Bundesliga und den Schulsport, berichtete Michael Luther. Auch Papenburg hatte sich an der Ausschreibung beteiligt. Mit beiden Firmen habe die CDU Kontakt aufgenommen, sagte der Vize-Fraktionschef und: „Die übereinstimmenden Aussagen von beiden waren: Das gleiche Projekt würde heute mit Baukostensteigerung maximal zwölf Millionen kosten.“
Weiter informierte Michael Luther über ein Gespräch am gleichen Tag in Dresden. Die Landtagsabgeordneten Kerstin Nikolaus und Gerald Otto hatten einen Termin beim Innenminister. Das Ergebnis: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir können auf Fördermittel hoffen, wir müssen uns nur mit dem, was wir beantragt haben, beschränken.“ Also man muss wegkommen von 24 Millionen oder 17 Millionen.
Schließlich forderte Michael Luther dazu auf, ergebnisoffen zu diskutieren. Neben Neuplanitz sieht er noch einen zweiten Standort: Eckersbach, in der Nähe der GGZ-Arena.
Notwendig ist auf jeden Fall ein neuer Grundsatzbeschluss zu dem Thema. Wird der im Mai oder Juni gefasst, könnte die Halle im Sommer 2024 fertig sein, schätzt Michael Luther.
Update, Freitag, 17 Uhr: Der Neubau einer bundesligatauglichen Sporthalle bis 2024 wäre eine Lösung für den BSV Sachsen. Das teilte der Verein heute mit. Der BSV wünscht sich, dass zügig Beschluss und Fördermittelantrag folgen, hieß es. Nachweisbare Schritte zum Neubau sind demnach notwendig, um Sondergenehmigungen für die alte Halle zu bekommen. Weiter plädierte der Verein für den Standort Neuplanitz.