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Statistiker: Ostdeutsche im Jahr 2015 länger bei der Arbeit

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In Ostdeutsch­land wird nach Angaben von Statis­ti­kern weiter länger gearbeitet als im Rest des Landes. Während in den fünf ostdeut­schen Bundes­län­dern die Durch­schnitts­zeit je Erwerbs­tä­tigem 2015 bei 1431 Stunden im Jahr lag, kamen die Beschäf­tigten in den westdeut­schen Ländern auf eine Pro-Kopf- Arbeits­zeit von 1356 Stunden, wie das Statis­ti­sche Landesamt Sachsen am Mittwoch in Kamenz mitteilte. Die längste Arbeits­zeit gab es demnach in Thüringen (1449 Stunden), gefolgt von Branden­burg (1440) und Sachsen-Anhalt (1427). Mecklen­burg-Vorpom­mern und Sachsen liegen mit 1423 Stunden gleichauf. Die kürzeste Arbeits­zeit hatte das Saarland mit 1332 Stunden.Die Statistik sagt nichts über den Fleiß der Arbeit­nehmer in den betref­fenden Ländern aus. Vielmehr sind Faktoren wie der Umfang margi­naler Beschäf­ti­gung und Teilzeit­ar­beit oder die Anzahl der Krank­heits­tage und Feier­tage entschei­dend. In Sachsen war auch 2015 das Bauge­werbe mit 1646 Stunden die Branche mit der längsten Pro-Kopf- Arbeits­zeit, hieß es. Im Gegen­satz dazu fiel die Durch­schnitts­ar­beits­zeit im Bereich Öffent­liche und sonstige Dienst­leister, Erzie­hung und Gesund­heit mit 1360 Stunden am niedrigsten aus.(DPA)