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Straße durch Niederhohndorf als Spielstraße?

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Die Straße durch Niederhohndorf sorgt erneut für Gesprächsstoff in der Stadt. Es wurde schon einiges unternommen, um im oberen Teil den Durchgangsverkehr zu drosseln. Wie es aussieht, reicht das nicht aus. Die Stadtverwaltung hat jetzt die Aufgabe, neue Lösungen vorzulegen. Ein Vorschlag: Die Straße wird für ein Jahr auf etwa einem halben Kilometer zur verkehrsberuhigten Zone erklärt, bekannt unter dem Namen Spielstraße.

Die Niederhohndorfer Straße darf auf einem langen Stück nur von Anliegern genutzt werden – es handelt sich um den „oberen“ Abschnitt, wo beidseitig Häuser stehen. Außerdem sind 30 km/h vorgeschrieben, was ein stationärer Blitzer überwacht. Das hat nach Ansicht der Fraktion Bürger für Zwickau nicht genug gebracht. „Täglich kommt es hundertfach zur Missachtung der Beschilderung“, schreibt sie in einem Antrag vom 14. Oktober 2021.

Die Abkürzung wird weiterhin gern genutzt, bestätigen Anwohner. Nach dem Blitzer geben viele Autofahrer wieder Gas. Die Straße ist so eng, dass zwei Autos gerade so aneinander vorbeikommen. Einen Fußweg gibt es nicht. Kinder sind dort unterwegs – zum Bus oder auch zum Spielplatz.

Die Initiative der BfZ hat zu einem Prüfauftrag geführt. Die Stadtverwaltung hat - seit der Ratssitzung vorige Woche - die Aufgabe, die Möglichkeit eines Verkehrsversuchs zu checken oder andere Maßnahmen vorzuschlagen, um für mehr Sicherheit und Lärmschutz zu sorgen. Der Verkehrsversuch würde so aussehen: Für ein Jahr wird die Niederhohndorfer Straße zwischen den Hausnummer 36 und 57 zum verkehrsberuhigten Bereich. Auf gut einem halben Kilometer dürfte nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

Audio:

Gespräch mit einem Anwohner