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Straßenbau 21/22: Gut 30 Projekte und trotzdem Frust

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Die Liste mit den nächsten Vorhaben beim Straßenbau liegt auf dem Tisch. Nachdem der Haushalt bestätigt wurde, sind sie spruchreif. 2021 und 2022 sollen 31 Maßnahmen umgesetzt werden. Deckenerneuerung und gründliche Sanierung halten sich etwa die Waage. Der Leiter des Tiefbauamtes macht keinen Hehl daraus: Es sind kleine Schritte auf einem sehr langen Weg.

Wie nicht zu übersehen ist, sind einige Projekte bereits in Arbeit – die Hilfegottesschachtstraße schon länger oder auch der Abschnitt der Audistraße. Demnächst folgt unter anderem die Freiheitssiedlung. Ebenfalls noch dieses Jahr soll beispielsweise die Brauereistraße eine neue Dünnschicht bekommen. Eines der größten Projekte ist die Olzmannstraße – von der Kuppe bis zum Mittelgrundbach. Dort soll es nächstes Jahr losgegen. Ebenfalls unter 2022 stehen die Hermannstraße oder der Poetenweg zwischen Bose- und Moritzstraße.

Die 31 Projekte sind eine gute Nachricht. Es passiert etwas. Doch der Bedarf ist viel größer. Das weiß Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn am besten: „Ungefähr die Hälfte aller Straßen im Stadtgebiet weisen eine Zustandsnote 4 oder 5 auf.“ Das ist wie in der Schule schlecht oder sehr schlecht – eine 6 gibt es nicht. Und saniert wird pro Jahr maximal ein Prozent des Zwickauer Straßennetzes. Mehr geben die Mittel nicht her, die dem Amt zur Verfügung stehen. Für Thomas Pühn und seine Mitarbeiter ist das Thema Straßensanierung nach eigenen Worten „extrem frustrierend“.

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